Caféhausdebatte am 22. Juli 2021

 
Am 22. Juli 2021 um 18:00 Uhr lädt das Jean-Monnet-Centre zu einer weiteren Caféhausdebatte mit dem Titel: „Wie schaffen wir die Agrarwende? – Möglichkeiten und verpasste Chancen auf europäischer Ebene“ ein. Die Debatte findet im Zusammenhang der Aktionswoche „So geht Zukunft“ statt und wird eigenständig von einem Studierenden-Team organisiert.
 
Veranstaltungsort ist das K.A.F.F. des Kulturvereins Petersburg (Adresse: Am Speicher 3a, 49090 Osnabrück; https://kaff-os.de). Vom Hauptbahnhof und der Innenstadt ist das K.A.F.F. mit der Buslinie 10 zu erreichen (Aussteig ist die Haltestelle „Elbestraße“). Für Fahrräder und Autos gibt es vor Ort ausreichend kostenlose Parkplätze. 
Wir freuen uns sehr, dass die Debatte wieder in Präsens stattfinden kann, jedoch unterliegen natürlich auch wir den aktuellen Bestimmungen. Laden Sie sich für die Kontaktverfolgung bitte die Luca- oder die Corona-Warn-App herunter.
 
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nimmt auf europäischer Ebene einen hohen Stellenwert ein. Erst Ende Oktober 2020 wurde in Brüssel eine Entscheidung verabschiedet, welche für den Zeitraum zwischen 2021 und 2027 insgesamt 390 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt für die Agrarpolitik vorsieht. Das sind fast 40 Prozent des gesamten EU-Budgets. Dabei fließt der Großteil des Geldes in die erste Säule der Agrarpolitik, welche Direktzahlungen, gemessen an der Fläche des Betreibes, umfasst. Ein deutlich geringerer Anteil ist für die zweite Säule vorgesehen, durch welche Leistungen für Umwelt, Klima und Tierschutz subventioniert werden. Im Zuge dessen wurden vermehrt Forderung nach einer Agrarwende laut. Diese soll ökologisch, gerecht aber auch wirtschaftlich sein. Dabei entsteht ein Spannungfeld zwischen den verschiedenen Forderungen und Positionen, welches es zu lösen gilt. Niedersachen hat mit den „Niedersächsischen Weg“ eine vielversprechende Form des Interessenaustausches zwischen Landwirt:innen, Politiker:innen, Wirtschaft und Umweltaktivist:innen. 
Diese Debatte um eine Agrarwende und das niedersächsische Pilotprojekt sollen am Donnerstagabend diskutiert werden. Dabei sollen sowohl die Chancen und Möglichenkeiten auf nationaler und europäischer Ebene thematisiert werden, als auch die (finanzielle) Umsetzbarkeit aus Sicht der Landwirtschaft, der Wirtschaft und der Verbraucher:innen.
 
Moderiert wird die Debatte von Viktoria Brendler, welche als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Insitut für Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück tätig ist und einen Lehrauftrag bei der Hochschule Osnabrück hat. Wir freuen uns, dass wir für unsere Podiumsdiskussion folgende Teilnehmer:innen gewinnen konnten: Miriam Staudte (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag und Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung, Atompolitik, Tierschutz, Forst sowie Jagd und Fischerei), Prof. Dr. Ludwig Theuvsen (Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Dirk Westrup (Vorsitzender des Kreislandvolkverband Osnabrück und aktiver Landwirt) sowie Florian Stöhr (Geschäftsführer der Seedhouse Beteiligungs GmbH mit Sitz in Osnabrück). 
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird dem Publikum die Möglichkeit geben, Fragen an die Teilnehmer:innen zu stellen und so die Debatte aktiv mitzugestalten und mitzudiskutieren. 
 
Wir freuen uns sehr auf Ihr zahlreiches Erscheinen und eine spannende Debatte.